Abtreibung

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Re: Abtreibung

Beitragvon potchy » Mittwoch 30. April 2014, 13:07

Warum wird immer nur ueber die Folgen fuer die Mutter gesprochen.
Hat das Ungeborene Kind kein recht auf sein Leben?
Ich finde 9 eventuell schwere Monate stehen in keiner Relation zu einem ganzen Leben was da genommen wird.
Ausserdem kann auch das Leben des Vaters zerstoert werden, falls er das Kind haben moechte.
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Re: Abtreibung

Beitragvon Oliver » Mittwoch 30. April 2014, 13:15

potchy hat geschrieben:Warum wird immer nur ueber die Folgen fuer die Mutter gesprochen.
Hat das Ungeborene Kind kein recht auf sein Leben?
Ich finde 9 eventuell schwere Monate stehen in keiner Relation zu einem ganzen Leben was da genommen wird.
Ausserdem kann auch das Leben des Vaters zerstoert werden, falls er das Kind haben moechte.


Sehe ich genau so. Meine freundin war auch schwanger. Ausgetragen hat sie es nie. Sie hat es verloren!!!!!!!!!! Ich habe damit heute immer noch zu kämpfen man sollte denken dass männer ebendfalls nicht immer so hart sind wie sie meistens tun wir sind auch verletzbar nur es geben halt wenige zu. Was ich meine ist man sollte den vater da mit einbeziehen. Und als frau nicht einfach nur machen. Die aussrede ich bin zu jung gilt nicht mehr denn es gibt genug hilfe eltern, jugendamt profamilia usw
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Re: Abtreibung

Beitragvon jedimax » Mittwoch 30. April 2014, 13:34

Ja, bei dem Thema Abtreibung wird es sehr schnell moralisch und ethisch.

@Potchy: Hat es denn ein Recht auf Leben? Wer gibt ihm dieses Recht? Wieso sprechen wir bei einer Abtreibung davon, dass ein Leben genommen wird?

Für mich wird durch die Geburt ein Leben gegeben. Deshalb fängt die philosophische Frage "Wann ist ein Mensch ein Mensch?" auch erst bei der Geburt an. Vorher ist es ein Embryo. Durch die Abtreibung wird kein Leben genommen oder zerstört, sondern einfach nur kein Leben gegeben.

Ich finde es falsch, hier lautstark seine eigene Meinung anderen als "die einzig wahre Wahrheit über Leben und Abtreibung" zu verkünden. Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung und dieses wichtige Thema. Wir sollten tolerant und respektvoll zu einander sein. Andere dürfen nicht für eine Abtreibung als Mörder oder ähnliches dargestellt werden. Ich bemühe mich, jeden zu verstehen, der das Kind auch in der schwierigsten Lebenssituation austragen möchte, aber aben auch jeden, der es nicht möchte.

Sehr interessante Quellen gibt es auch hier zu lesen:
http://www.svss-uspda.ch/de/ethik/ethik.htm
http://wwwalt.fachschaft-medizin.de/hom ... abort.html
http://www.lza.de/downloads/material/in ... 28Ethik%29
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Re: Abtreibung

Beitragvon potchy » Mittwoch 30. April 2014, 14:25

Niemand stellt hier seine Meinung als die einzig wahre dar ;-)
Trotzdem kann man diese darstellen, verteidigen und versuchen zum Nachdenken anzuregen.

Und natuerlich ist es in erster Linie eine moralische und ethische Frage. Nur weil etwas gesetzlich erlaubt ist, macht es eine Sache nicht automatisch legitim. Genauso ist es umgekehrt.

Fuer mich beginnt das Leben eben nicht erst mit der Geburt. Ich war bei jedem Termin beim Frauenarzt mit, als meine Freundin schwanger war. Und mir kann keiner erzaehlen, dass das was ich da im Ultraschall gesehen habe nicht schon lebte.
Der kleine hat sich bewegt und auf Reize reagiert.
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Re: Abtreibung

Beitragvon MuXu96 » Donnerstag 1. Mai 2014, 09:29

Wobei man halt auch sagen muss dass wenn man nicht Abtreibt obwohl zumindest ein Teil der Eltern dass Kind nicht will, es schonmal allein aufgezogen wird. Eventuell kommt Partner 2 damit auch nicht klar und will es zur Adoption abgeben?

Was ich sagen will, es wird auch nach den 9 Monaten nicht einfach ein "normales" Leben führen wie von 2 Eltern die sich und das Kind lieben. Wie du schon gesagt hast, eine moralische Frage, die jeder nur für sich beantworten kann..
Ich könnte es jedenfalls nicht verantworten, irgendwo ein Kind zu haben, was ich nicht wollte, was ich nicht sehen kann/will/darf weil es bei der Mutter ist oder sonst wo.. Ich könnte das einfach nicht.

Ich will ein Kind, dass bei mir und seiner Mutter ist, die ich liebe, die dass Kind liebt. Anders könnte ich dass für mich nicht verantworten.
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Re: Abtreibung

Beitragvon Tiger Lilly » Mittwoch 18. Juni 2014, 22:07

So ein wichtiges, kontroverses und spannendes Thema sollte nicht irgendwo verstauben, da hole ich es doch gerne nochmal hoch. Bevor ich zu meiner eigenen Meinung komme, will ich erstmal auf ein paar der vorherigen Beiträge Bezug nehmen.

Oliver hat geschrieben:Für mich persönlich ist eine abtreibung etwas sehr schlimmes. Wenn man sich mal ein video drüber anschaut über eine abtreibung sieht man ganz genau dass es sich währen tut. Auch wenn es noch nicht sehr groß ist


Wehren klingt so, als würde da eine kleine Armee kämpfen. Das ist nicht so. Das ist einfach die hormonelle Steuerung des Körpers, der (weil die Evolution zu Zeiten der Jäger und Sammler das so vorgesehen hat) darauf programmiert ist, die Schwangerschaft um fast jeden Preis zu erhalten. Glücklicherweise haben sich die Lebensumstände der Menschen seit der Steinzeit schneller verändert, als unsere genetische Programmierung.

potchy hat geschrieben:Warum wird immer nur ueber die Folgen fuer die Mutter gesprochen.
Hat das Ungeborene Kind kein recht auf sein Leben?
Ich finde 9 eventuell schwere Monate stehen in keiner Relation zu einem ganzen Leben was da genommen wird.
Ausserdem kann auch das Leben des Vaters zerstoert werden, falls er das Kind haben moechte.


Dazu habe ich mehrere Kommentare zu machen.
1. Ist ein ungeborenes Leben mehr wert, als das Leben einer Frau, die mitten im Leben steht? Sollte man mal drüber nachdenken.
2. Es sind niemals nur 9 Monate. Letztlich trägt man mit einer Schwangerschaft die Verantwortung für ein ganzes Menschenleben. Und ich persönlich finde, dass es genug angeknackste Jugendliche gibt, die in schwierigen Familienverhältnissen aufwachsen müssen, von ihren Eltern nicht gewollt werden oder mit den psychischen Konsequenzen einer Adoption zu kämpfen haben, was sich letztlich oft bis ins Erwachsenenalter ziehen kann. Meiner Meinung nach, ist es einen Gedanken wert, ob man dem ungeborenen Zellhaufen nicht vielleicht ein fürchterliches Leben in unklaren Verhältnissen erspart, weil das Leben, in dass dieses Kind hineingeboren werden würde vielleicht gar nicht so rosarot ist, dass man es unbedingt geschenkt haben möchte.
3. Es gehören immer zwei dazu, natürlich auch der Vater. Trotzdem sehe ich die Konsequenzen für letztlich drei Menschen im Rahmen einer Abtreibung so dramatisch, dass für mich ein einziges Veto (in deiner Darstellung das der Frau) reicht. Aber eben umgekehrt auch, wenn der Vater das Kind nicht will, dann finde ich, sollte die Frau auch darüber nachdenken, ob eine Abtreibung nicht besser ist, als schon vor der Geburt zu wissen, dass das Kind ohne Vater oder mit einem Vater, der es nicht gewollt hat, aufwachsen muss.

jedimax hat geschrieben:"Wann ist ein Mensch ein Mensch?"


An dieser Frage haben sich schon tausende Philosophen abgearbeitet und werden sich vermutlich auch in den nächsten Jahrzehnten nicht einig werden. Ich wage mal die steile Prognose, dass uns eine Klärung hier auch nicht gelingen wird ;) . Denn zwischen den wissenschaftlichen Fakten, dass die gesamte genetische Information für einen vollständigen, lebensfähigen Menschen innerhalb der befruchteten Eizelle vorhanden ist und, dass dieses sich entwickelnde Wesen ohne die Umgebung des Uterus einer Frau, die bereit ist, es auszutragen und zu gebären, nicht lebensfähig ist, kann man diverse Definitionen von Menschsein und Leben unterbringen.

potchy hat geschrieben:Inzwischen halte ich Abtreibung fuer Kindsmord!

Sicherlich waechst das Kind im Koerper der Frau auf. Aber meinef Meinung nach geht es eben in dieser Sache nicht nur um das Wohlbefinden ded Frau. Immerhin waechst da ein kleiner Mensch heran, der sein ganzes Leben noch vor sich hat! Ich finde da kann man ei er Frau ein paar Monate Schwangerschaft zumuten. Am Ende gibt es andere Moeglichkeiten:

- das Kind kann beim Vater aufwachsen
- Adoption
- Babyklappe

Des weiteren gibt es auch noch den Vater. Und der muss genauso mit einbezogen werden.
Wennn ich mir vorstelle, dass eins Frau abtreibt obwohl es genauso mein Kind ist ...

Letztendlich entstehen die meisten ungewollten Schwangerschaften durch Dummheit oder Bequemlichkeit. Und da sollte man die Suppe auch ausloeffeln; gemeinsam


Auch hier mehrere Punkte:
1. Abtreibung als Kindsmord zu bezeichnen, finde ich ganz schön fundamentalistisch und ehrlich gesagt nicht mehr zeitgemäß.
2. Für eine Frau sind es nicht nur ein paar Monate etwas weniger Lebenskomfort. Das können sich Männer vielleicht schwer vorstellen, aber es ist schon etwas ziemlich Krasses, seinen Körper schlussendlich für einen sehr langen Zeitraum herzugeben.
Und davon völlig abgesehen: Bist du WIRKLICH davon überzeugt, dass Alleinerziehung, Adoption oder Babyklappe die optimalen Bedingungen für eine Kindheit sind? Das kann doch nicht dein Ernst sein! Natürlich ist es gut, dass es diese Notlösungen gibt, aber wenn man weiß, was das mit den Kindern (und in den beiden letzteren Fällen auch mit den Eltern) macht, kann man das doch nicht von vorneherein wollen. Meiner Meinung nach ist jedes Kind, dass in solchen Umständen aufwachsen muss, echt ein armes Würstchen. Davon muss man nicht mehr in die Welt setzen, als nötig.
4. Natürlich ist es absolut selbstverständlich, dass anständige und verantwortungsvolle Verhütung zwingend ist, wenn man kein Kind will! Aber 100prozentige Sicherheit gibt es auch bei aller Sorgfalt nicht. Deshalb ist es auch etwas kurz gegriffen, "dass man dann die Suppe auch auslöffeln muss".

Ich persönlich bin sehr, sehr froh, dass es heutzutage in unserem Land die legale Möglichkeit zur Abtreibung gibt. MuXu96 hat ein sehr eindrückliches Beispiel für ein Vergewaltigungsopfer genannt, in dem die Abtreibung sicher für die Mutter UND das Kind die bessere Option gewesen wäre. Wenn ich die vielen Mütter sehe, die selbst eigentlich noch Kinder sind, die Probleme, die daraus entstehen (in der Mehrheit der Fälle, natürlich gibt es positive Ausnahmen) für Mütter, Väter und Kinder oder Kinder, die bei Adoptiveltern aufgewachsen sind, dann bin ich dankbar, dass es Abtreibungen gibt.
Natürlich, man beendet im Prinzip ein Leben oder zumindest ein entstehendes Leben. Aber für mich persönlich steht das Leben und die Lebensqualität der Frau und des Kindes (wenn es geboren werden würde) eindeutig weit über dem eines Embryos!
Keine Abtreibung sollte quasi als Verhütungsmethode eingeplant werden, dafür ist sie für die Frau viel zu traumatisch, für die Beziehung zu belastend und ethisch für das ungeborene Kind zu heikel, das ist selbstverständlich.
Aber wenn es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt, dann kann sie meiner Meinung nach für alle Beteiligten viel Leid und Probleme vermeiden. Denn wie gesagt, es geht nicht um 9 Monate sondern um drei Menschenleben!

Wenn ich persönlich morgen feststellen würde, dass ich schwanger bin, würde ich keinen Augenblick zögern, abzutreiben. Denn in meinem Beruf dürfte ich sofort ab Bekanntwerden der Schwangerschaft nicht mehr arbeiten, könnte später aufgrund meiner Arbeitszeiten und -bedingungen einem Kind niemals gut gerecht werden und könnte eine Vielzahl meiner langgehegten Lebensträume in den Wind schießen. Da steht mein Lebensglück eindeutig über dem eines aktuellen Zellhaufens (dem ich auch als geborenes Kind keine gute Mutter sein und kein kinderfreundliches Umfeld bieten könnte).

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Re: Abtreibung

Beitragvon bac » Donnerstag 19. Juni 2014, 09:31

für mich ist jetzt schon klar das ich keine Kinder will. mir persönlich geben sie keine Erfüllung im leben und ein der Rest müsst ihr nicht wissen.
darum schaue ich auch darauf das mein Partner auch keine kinder will damit es kein Theater gibt. gibt ja viele Männer die der frau zuliebe Kinder auf die Welt stellen, find ich scheisse.
somit ist meine Antwort klar. bei uns in der Schweiz gab es erst kürzlich eine Abstimmung ob wir Frauen die Abtreibung selber bezahlen sollen, kam aber nicht durch, zum glück. wäre ja extrem scheisse gewesen. weil es sind ja immer zwei beteiligt und somit müssten wir die ganze Sache selbst bezahlen :shock: .
meine Meinung ist:bei paare, beide entscheiden
Vergewaltigung oder wen der typ weg ist die frau.
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Re: Abtreibung

Beitragvon potchy » Samstag 21. Juni 2014, 21:51

. Für eine Frau sind es nicht nur ein paar Monate etwas weniger Lebenskomfort. Das können sich Männer vielleicht schwer vorstellen, aber es ist schon etwas ziemlich Krasses, seinen Körper schlussendlich für einen sehr langen Zeitraum herzugeben.


Es ist meiner Meinung nach eben kein sehr langer Zeitraum.

Und davon völlig abgesehen: Bist du WIRKLICH davon überzeugt, dass Alleinerziehung, Adoption oder Babyklappe die optimalen Bedingungen für eine Kindheit sind? Das kann doch nicht dein Ernst sein! Natürlich ist es gut, dass es diese Notlösungen gibt, aber wenn man weiß, was das mit den Kindern (und in den beiden letzteren Fällen auch mit den Eltern) macht, kann man das doch nicht von vorneherein wollen. Meiner Meinung nach ist jedes Kind, dass in solchen Umständen aufwachsen muss, echt ein armes Würstchen. Davon muss man nicht mehr in die Welt setzen, als nötig.


Ich hab nirgends geschrieben, dass es optimal ist. Aber ich finde ob das Kind ein armes wuerstchen ist, haengt von dem alleinerziehendem Elternteil ab.
Kinder, die in eine kaputte Beziehung hinein geboren werden, sind meiner Meinung nach viel schlimmer dran.

. Natürlich ist es absolut selbstverständlich, dass anständige und verantwortungsvolle Verhütung zwingend ist, wenn man kein Kind will! Aber 100prozentige Sicherheit gibt es auch bei aller Sorgfalt nicht. Deshalb ist es auch etwas kurz gegriffen, "dass man dann die Suppe auch auslöffeln muss".


Das ist doch nur ein verschwindend geringer Teil. Die heutigen Verhuetungsmethoden sind schon sehr sicher.

Meiner Meinung nach, ist es einen Gedanken wert, ob man dem ungeborenen Zellhaufen nicht vielleicht ein fürchterliches Leben in unklaren Verhältnissen erspart, weil das Leben, in dass dieses Kind hineingeboren werden würde vielleicht gar nicht so rosarot ist, dass man es unbedingt geschenkt haben möchte.


Aber wer gibt dir das Recht zu entscheiden, ob ein Leben fürchterlich ist oder nicht?


Ist ein ungeborenes Leben mehr wert, als das Leben einer Frau, die mitten im Leben steht? Sollte man mal drüber nachdenken.


Das sagt keiner. Aber Leben der Frau endet nicht, wenn sie das Kind austraegt. Ich rede von einer normalen Schwangerschaft, wie in 99% der Faelle.
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Re: Abtreibung

Beitragvon Tiger Lilly » Samstag 21. Juni 2014, 23:22

potchy hat geschrieben:
Meiner Meinung nach, ist es einen Gedanken wert, ob man dem ungeborenen Zellhaufen nicht vielleicht ein fürchterliches Leben in unklaren Verhältnissen erspart, weil das Leben, in dass dieses Kind hineingeboren werden würde vielleicht gar nicht so rosarot ist, dass man es unbedingt geschenkt haben möchte.


Aber wer gibt dir das Recht zu entscheiden, ob ein Leben fürchterlich ist oder nicht?


Glücklicherweise hat uns die Evolution im Laufe der Zeit die Fähigkeit zur Voraussicht, zum Abwägen von möglichen Optionen und deren Bewertung geschenkt. Ein Beispiel, für das es meiner Meinung nach nicht viel Fantasie braucht: Eine Frau, die voll im Leben steht, einen Job hat, der nicht mit einem Kind vereinbar ist und deren finanzielle Möglichkeiten beschränkt sind und die die Pille nimmt, wird ungewollt schwanger (ein Restrisiko gibts immer). Mit ihrem Freund führt sie eine Fernbeziehung, die in einer tiefen Krise steckt und in der eine Trennung mittelfristig kaum vermeidbar scheint. Ihre Eltern sind nicht in der Lage, sich an der Betreuung des Kindes zu beteiligen.
Nun haben wir zwei Eltern, die beide weder ein Kind wollen noch in einer Lebenssituation sind, in der sie zufriedenstellend dafür sorgen können. Bekommen sie das Kind, wird es in finanziell und sozial schwierigen Verhältnissen aufwachsen und es steht zu befürchten, dass es zu spüren bekommt, dass es eigentlich ein Störfaktor ist, den keiner gewollt hat. Oder es wird zur Adoption freigegeben. Oder kommt nach ein paar Jahren angeknackst in eine Pflegefamilie.
Muss ein Lebewesen, dass diese Situation mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund seiner geistigen Fähigkeiten voraussehen kann, so ein Risiko eingehen? Für sich und für das Kind?
Ich denke, es ist sogar die Pflicht der an dieser Situation beteiligten Menschen, hier vernünftig zu kalkulieren und wie gesagt in die Zukunft zu denken, um eine solche Katastrophe zu vermeiden.

potchy hat geschrieben:
Ist ein ungeborenes Leben mehr wert, als das Leben einer Frau, die mitten im Leben steht? Sollte man mal drüber nachdenken.


Das sagt keiner. Aber Leben der Frau endet nicht, wenn sie das Kind austraegt. Ich rede von einer normalen Schwangerschaft, wie in 99% der Faelle.


Es endet nicht, aber es kann eine völlig andere Wendung nehmen, die nicht mehr zu ändern ist und die weder Frau noch Partner noch Kind gut tut. Ein Kind ist ja nicht nur ein kurzes Intermezzo sondern für die Eltern meiner Meinung nach eine lebenslange Verantwortung. Du kannst mir nicht erzählen, dass das ein Leben nicht einschneidend beeinflusst!

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Re: Abtreibung

Beitragvon Smilexxx » Sonntag 22. Juni 2014, 11:51

Tut mir ja leid potchy aber so Menschen wie du find ich einfach nur eingeschnappt, kurzsichtig und naiv.
Was neun Monate Schwangerschaft bedeuten scheint die kein Stück klar zu sein, das kann man denke ich erst sagen wenn man es mal war. Du denkst dir das alles durch eine rosa rote Brille, wenn die Frau dadurch Job und Zukunftsaussichten verliert sind es wohl kaum 9 Monate die man mal eben auf sich nimmt. Du behauptest man kann nicht über das Recht auf Leben oder Tod eines Zellhaufens entscheiden, aber was gibt dir das recht über das leben anderer frauen zu entscheiden? Du wärst sicher so ein super guter freund zu einer schwangeren bekannten und würdest der nen riesen psychoterror machen weil sie abtreibt ... herzlichen glückwunsch.
Wenn du nicht abtreiben würdest dann bitte, aber bitte erspar anderen dein naives gelaber.
Du frast uns nach unserer Rechtfertigung, aber wo ist deine über uns zu und andere zu urteilen?
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