Meine Ex hat mich zerstört

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Meine Ex hat mich zerstört

Beitragvon Allahf » Samstag 29. November 2014, 00:06

Hallo zusammen!

Ich werde hier nicht allzusehr ins Detail gehen, und keine konkreten Daten nennen, da ich das nicht möchte, aber vielleicht könnt ihr mir dennoch helfen.

Folgende Geschichte:
Ich hatte eine sehr schwere Kindheit und daher nie einen Kopf für mich selbst, geschweige denn Frauen. Irgendwann habe ich dann meine Ex kennengelernt, und wir wurden Freunde...
Unyer kontakt wurde intensiver, meine Probleme jedoch auch, und schließlich eskalierte die Situation völlig, mein Vater beging Suizid und 10000 andere Probleme folgten auf dem Fuße.

Meine Ex war in dieser Zeit für mich da, und ich habe vorher nie die Erfahrung gemacht, dass sich tatsächlicb jemand um mein wohlbefinden kümmert, und auch ich war ihr eine Stütze, kurze Zeit später kamen wir zusammen.

Zu beginn sagte sie erzählte sie mir von ihren schlechten Erfahrungen und erklärte mir, dass sie die Beziehung nur will, solange sie sich wegen dieser weder Einschränken noch verändern muss, was ich auch voll okay fand.

Ich geriet in mein normales Muster und sperrte meine Probleme in mein inneres, doch nsch und nach konnte ich sie nicht mehr kontrollieren, ich verlor meine motivation, meinen antrieb, die fähigkeit zum positiven denken, ich bekam panikattacken usw, kurz die jahrelange Vergewaltigung meiner Psyche schlug voll ein.

Eine ganze Zeit lang ging es immer tiefer bergab mit mir, zeitweise dachte ich, dass ich der nächste wäre, der selbstmord begeht.
Sie sprach an, dass wir uns auseinanderlebten, und ich sperrte daraufhin wieder alles weg, weil icb sie unter keinen Umständen verlieren wollte, aber ich hatte einfach keine Kraft mehr, also ging das ganze nicht gut.

Meine Ex hat also mit mir schluss gemacht, in einem langen Gespräch, sinngemäß sagte sie in diesem ungefähr: "deine Probleme sind zuviel für mich, du solltest zusehen, dass du dein Leben auf die Kette bekommst, und ich sollte mich um meins kümmern".

Nun zu dem eigentlichen Problem:
Einerseits hatte ich gegen Ende unserer Beziehung wirklich keinen Kopf mehr für ihre Probleme, als sie z.B. einen Job annahm war ich eher traurig darüber, dass wir uns nun seltener sehen konnten, als dass ich mich für sie freute.
Außerdem kann ich es verstehen, dass ein Mensch, der es nicht gewohnt ist eine solche Last nicht stemmen kann, und sie sagte mir ja auch zu Beginn, dass sie die Beziehung nicht will, wenn sie diese belastet.
Zudem kann ich so gut wie keinem Menschen dieser Welt böse sein, und ich vegebe so gut wie alles, selbst wenn ich jet sofort die möglichkeit hätte Adolf Hitler zu erschiessen bin ich mir nicht sicher, ob ich das könnte, daher bin ich im Grunde nicht sauer auf sie.

ABER: meine Freunde haben mir gesagt, dass es ja eigentlich normal sein sollte, seinem Partner in schweren Zeiten beizustehen, ich meine wir waren immerhin fast 7 Monate zusammen... Und dann diese Begründung... Ich meine ich beende doch auch keine Freundschaft, wenn einer meiner Kumpels ne 6 schreibt, und ich nicht damit klarkomme, dass er deshalb traurig ist?!

Im Grunde ist das Problem folgendes: Ich bin innerlich zerrissen, kann sie weder hassen, noch lieben, kann sie nicht um mich haben und mich nicht von ihr lösen. Ich weiß nicht was ich tun und denken soll...

Ich brauche sie, als Freundin, als Therapeutin, als Partner... Aber zeitgleich hat sie mein vertrauen gebrochen, da ich stehts alles weggesperrt habe, und als ich es einmal rauslies, als ich einmal ich selbst war hat sie als reaktion schluss gemacht...WAS SOLL ICH TUN?
Allahf
 
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Re: Meine Ex hat mich zerstört

Beitragvon Tiger Lilly » Samstag 29. November 2014, 18:27

Hey Allahf,
meiner Meinung nach steht die wichtigste Erkenntnis im letzten Satz deines Posts schon drin: Du brauchst keine Frau, keine Partnerin, viel mehr brauchst du eine Therapeutin.
Es ist bewundernswert und sehr selten, dass ein Partner diese Last stemmen kann. Natürlich sollte man bis zu einem gewissen Grad für seinen Partner da sein, in guten wie in schlechten Zeiten. Natürlich kann es auch Phasen geben, in denen der eine viel mehr Probleme hat, als der andere und die Rollen ungleich verteilt sind. Das Problem ist irgendwann das Maß. Ich kann völlig verstehen, dass sie dir gut getan hat, aber ihr Leben besteht nicht nur aus dir. Auch sie muss sehen, wie sie ihr Leben auf die Reihe kriegt. Wenn eine Beziehung so viel Energie kostet, dass man seinen eigenen Alltag nicht mehr bewältigen kann, finde ich, dass man niemandem vorwerfen kann, solch eine Beziehung aus Selbstschutz zu beenden.
Wie du schon erkannt hast, sind deine Probleme sehr tiefgehend. Das überfordert fast jeden Partner irgendwann. Und selbst wenn sie bei dir geblieben wäre, bezweifle ich, dass sie deine Probleme langfristig hätte lösen können. Das musst du schon selbst tun und zwar, wie ich glaube, mit professioneller Hilfe. Nicht umsonst lassen Psychologen und Psychotherapeuten sich jahrelang ausbilden, um wirklich fundiert und nachhaltig helfen zu können.
Versteh mich nicht falsch, ich meine nicht, dass jede Beziehung sofort beendet werden sollte, wenn ein Partner Probleme hat und diese teilweise beim anderen Partner ablädt. Aber schlussendlich müssen beide Parteien mit der Beziehung leben können und das meine ich ganz wörtlich.
Wenn du dir auf einen gesünderen, lebenswerteren Weg helfen lässt, dann wirst du auch wieder zufriedener sein und dann ist auch einen glückliche Beziehung wieder möglich - vielleicht ja sogar mit deiner Ex.
Liebe Grüße, Tiger Lilly
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